{"id":474,"date":"2020-04-12T13:27:46","date_gmt":"2020-04-12T13:27:46","guid":{"rendered":"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/?p=474"},"modified":"2024-12-07T10:30:46","modified_gmt":"2024-12-07T10:30:46","slug":"johannes-kepler-und-der-weg-ins-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bulirsch.eu\/home\/johannes-kepler-und-der-weg-ins-all\/","title":{"rendered":"Johannes Kepler und der Weg ins All"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">&#8222;\u2026\u2026 baut Schiffe, die sich f\u00fcr die Himmelsluft eignen\u2026\u2026&#8220;<br>Johannes Kepler und der Weg ins All<br>Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen<br>September 2010<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/1K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-476\" srcset=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1K-150x150.jpg 150w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1K-300x300.jpg 300w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1K.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Astronomie ist eine der \u00e4ltesten Wissenschaften. Das hat gute Gr\u00fcnde.<br>Der Himmel und seine Sterne waren den Menschen nie gleichg\u00fcltig gewesen. F\u00fcr unsere Ahnen war er Sitz der Gottheiten, wir blicken auf zu ihm, finden manchmal Trost beim Anblick seiner Sterne.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/2K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-477\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Aufgang und Untergang markanter Sterne und Sternbilder, bezogen auf den Ort der Sonne am Himmel, zeigten in der archaischen Zeit den Menschen den Stand des Jahres, waren Marken im Kalender, sie teilten das Jahr. Schriften aus dem Altertum, von Hesiod, von Arat, Vergil und Ovid geben davon Zeugnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Am winterlichen Nachthimmel funkelt&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/3KSirius.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/3KSirius-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-520\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Sirius der, so sagt die altgriechische Dichtung&nbsp;<em>&#8222;Ilias&#8220; &#8222;&#8230;&#8230; in strahlender Klarheit jeden Stern \u00fcbergl\u00e4nzt von den vielen im n\u00e4chtlichen Dunkel&#8230;&#8230;&#8220;<\/em>&nbsp;In den Sommermonaten zieht Sirius am Tag \u00fcber den Himmel. Vor 4500 Jahren &#8212; die Cheopspyramide wurde um diese Zeit erbaut &#8212; stieg Sirius im Juni um die Sommersonnenwende am Osthorizont empor kurz bevor die Sonne aufging. Astronomen nennen das einen heliakischen Aufgang. Heliakische Aufg\u00e4nge von Sternen, der Stern also kurz vor der Sonne emporsteigt, waren f\u00fcr die alten V\u00f6lker von gro\u00dfer Bedeutung. Beim Sirius fiel sein heliakischer Aufgang zuf\u00e4llig auf den Beginn der Nil\u00fcberschwemmung, Quelle des Reichtums f\u00fcr das alte \u00c4gypten. F\u00fcr die alten \u00c4gypter war der heliakische Aufgang des Sirius ein g\u00f6ttliches Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sirius ist der Hauptstern im Sternbild Gro\u00dfer Hund. Hochsommertage hei\u00dfen deshalb auch Hundstage.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der Kreiselbewegung der Erdachse hat sich heute der heliakische Aufgang des Sirius \u00fcber die Jahrtausende hin in den August verschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Kenntnis des Sternenhimmels war f\u00fcr unsere Vorfahren lebenswichtig bei langen Fahrten, bei Navigation auf See.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ilias, Homers Dichtung vom Untergang Trojas, setzt den strahlenden Helden Achilles dem Sirius gleich &#8230;&nbsp;<em>hell wie der Stern sei er<\/em>, sagt Homer. Sein anderer Held, der seefahrende und sternenkundige Odysseus1 richtet auf der Heimfahrt nach Ithaka das Flo\u00df zum Siebengestirn,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/4K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-478\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;den Plejaden, und dem Sternbild Bo\u00f6tes aus. Odysseus steuert das Flo\u00df so, da\u00df das Sternbild Gro\u00dfer Wagen immer zur Linken liegt. So hatte es ihm die G\u00f6ttin Kalypso bei der Abreise befohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rat der G\u00f6ttin war nicht schlecht, wie man an einer Sternkarte \u00fcberpr\u00fcfen kann. Es ging trotzdem schief, aber das lag nicht an den Sternen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dichter und Verkehrspilot&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/5K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-479\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Antoine de Saint-Exup\u00e9ry &#8212; seine B\u00fccher&nbsp;<em>Wind, Sand und Sterne, Flug nach Arras, Nachtflug<\/em>&nbsp;u.a. waren damals Bestseller &#8212; mu\u00dfte h\u00e4ufig Post von Dakar nach Casablanca bringen. Beim Nachtflug \u00fcber Westafrika steuert Saint-Exup\u00e9ry sein Flugzeug nach dem Sternbild des Gro\u00dfen Wagens. Die Haube des Flugmotors richtet er rechts der Deichsel des&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/6K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/6K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-480\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Gro\u00dfen Wagens aus, der Gro\u00dfe Wagen liegt also beim Flug \u00fcber Westafrika zur Linken, so wie vor Jahrtausenden es Odysseus mit seinem Flo\u00df auf dem Mittelmeer machte. Des Dichterpiloten Saint-Exup\u00e9rys sch\u00f6nes M\u00e4rchen vom&nbsp;<em>Kleinen Prinzen<\/em>, der den Miniplaneten B 612 bewohnt, ist ohne Wissen um Sterne und solche Erfahrung nicht denkbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/7K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-481\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Und heute? Interplanetare Raumsonden werden von ihren Sensoren auf den Fixstern Canopus2 ausgerichtet, der liegt beim S\u00fcdpol der Ekliptik. Mit Canopus als Bezugsstern, einem Leuchtfeuer am Himmel, steuern die Sonden ihre Ziele an.<\/p>\n\n\n\n<p>Not, aber auch Neugier &#8212; wir nennen es heute Wissenschaft &#8212; und Verehrung der G\u00f6tter, hatte die Menschen angetrieben, die sichtbaren Objekte des Himmels, seine Sterne, zu erforschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wahr, der Himmel zieht uns an, und der Wunsch, den Sternen nahezukommen, mag fr\u00fcher nur durch die Angst vor dem Zorn der G\u00f6tter verdr\u00e4ngt worden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute f\u00fcrchten wir keine strafenden G\u00f6tter mehr, ob immer zu unserem Gl\u00fcck, wir wissen es nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/8K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/8K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-482\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der Himmel um uns herum ist \u00fcbers\u00e4t mit k\u00fcnstlichen K\u00f6rpern. \u00dcber 3000 Satelliten, dazu 7000 Raketenteile von etwa Tonnenschwere bis hinunter zur Gr\u00f6\u00dfe eines Fu\u00dfballs und noch kleiner umkreisen die Erde. \u00dcber jedes einzelne Teil wird genau Buch gef\u00fchrt, die Bahn verfolgt, um gef\u00e4hrliche Zusammenst\u00f6\u00dfe mit neustartenden Raketen zu vermeiden &#8212; eine Aufgabe der &#8222;rechnenden&#8220; Mathematik.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine unerh\u00f6rte technische Entwicklung hat schier Unm\u00f6gliches wahr werden lassen. Wir besitzen Bilder unserer n\u00e4chsten Himmelsnachbarn, der Planeten, Bilder, f\u00fcr deren Anblick manche unserer forschenden Ahnen Jahre ihres Lebens hingegeben h\u00e4tten. Der Flug der Raumsonde VOYAGER II ist eine der gr\u00f6\u00dften technischen Leistungen des 20. Jahrhunderts. \u00dcber 3000 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker haben Jahrzehnte an diesem Projekt gearbeitet, den Flug der Sonde erst m\u00f6glich gemacht. Vor 33 Jahren, am 20. August 1977, wurde die Sonde mit einer Titan-Centaur-Rakete auf die Reise gebracht. 2 Jahre sp\u00e4ter, 1979, passierte die Sonde den Jupiter, 1980 Saturn, und 1986 war sie bei Uranus. Erst um das Jahr 2152 wird wieder ein solcher Flug m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/9K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/9K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-483\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Wir haben phantastische Bilder schauen d\u00fcrfen: Jupiter ganz nahe, mit seinen Monden Io und Europa.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/10K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/10K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-484\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Io, rotgelb, v\u00f6llig mit Schwefel \u00fcberzogen, seine tobenden Vulkane, angeheizt durch Jupiters zermalmende Gezeitenkraft, speien ununterbrochen neuen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/11K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/11K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-485\" srcset=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/11K-150x150.jpg 150w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/11K-300x298.jpg 300w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/11K.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Schwefel auf ihn herab. Der andere, Europa, wei\u00df-blau, in Eis gepanzert<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/12K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/12K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-486\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>. Klein erscheint sie, die Erde, neben den gro\u00dfen Planeten, manche Leute gefallen sich darin, daraus auf die Bedeutungslosigkeit der Erde schlie\u00dfen zu m\u00fcssen. Aber die Natur kennt keine Werteskala, in die sie die von ihr geschaffenen Objekte einreiht, und ganz gewi\u00df keine solche, in der nach Kilometern und Tonnen gemessen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie sind solche Bilder zustande gekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist der 25. August 1989, kurz nach 1 Uhr morgens, 21 Jahre ist es gerade her. In der Versuchsanstalt f\u00fcr Strahlantriebe im kalifornischen Pasadena treffen Signale ein. Wenige Millisekunden zuvor hatten die riesigen Richtantennen, die eine in&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/13K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/13K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-487\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Goldstone in der kalifornischen W\u00fcste und die andere bei Canberra in Australien, die unvorstellbar schwachen Signale im 8400 Megahertz-Band aufgefangen, zugeschaltet waren noch 27 gro\u00dfe&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/14K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/14K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-488\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Parabolantennen des Quadratkilometer gro\u00dfen Antennenfeldes in Socorro, Neu-Mexico.<\/p>\n\n\n\n<p>4 Stunden vorher hatte ein kleiner 20 Watt-Sender, weit drau\u00dfen im Weltall, Signale ausgesandt. 4 Lichtstunden weit waren sie unterwegs gewesen und hatten die riesige Distanz von 7 Milliarden km \u00fcberbr\u00fcckt. Aber jetzt waren sie da, 10-18 Watt stark, die Energie hatte gerade noch ausgereicht, die gek\u00fchlten elektrischen Schwingkreise im Brennpunkt der Parabolantennen, jede einzelne so gro\u00df wie ein&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/15K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/15K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-489\" srcset=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/15K-150x150.jpg 150w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/15K-300x298.jpg 300w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/15K.jpg 385w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Fu\u00dfballfeld, zu erregen. Die mit unsch\u00e4tzbaren Informationen befrachteten Str\u00f6me wurden verst\u00e4rkt, demoduliert, entschl\u00fcsselt, mehrfach gefiltert und zu neuen Signalen zusammen-gesetzt. 3 Stunden sp\u00e4ter, in der Fr\u00fche des kalifornischen Morgens, in M\u00fcnchen war Mittag vorbei, erscheinen die Signale als Bilder auf der gro\u00dfen Leinwand im von K\u00e1rman-Auditorium der Technischen Hochschule in Pasadena:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/16K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/16K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-490\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Bilder des Planeten Neptun, die die Raumsonde Voyager II bei der Begegnung mit Neptun zur Erde gefunkt hatte. Jubel bei den 1000 Zuschauern, die geduldig die ganze Nacht darauf gewartet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das also war Neptun, dem selbst mit den st\u00e4rksten Fernrohren und ihren 5 und 6-Meter Spiegeln nichts zu entrei\u00dfen war. Jetzt, mit den \u201aAugen der n\u00e4herkommenden Sonde, konnte man ihn sehen Orkane mit Geschwindigkeiten von weit \u00fcber 1000 km pro Stunde peitschten die Methan-Stickstoff-Atmosph\u00e4re, riesige Wirbel &#8212; gr\u00f6\u00dfer als die gesamte Erde &#8212; tobten auf der S\u00fcdhalbkugel,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/17K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/17K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-491\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;die Kameralinse hatte auch hohe Wolken in der Stratosph\u00e4re entdeckt, die Schatten auf die darunter liegende Atmosph\u00e4re warfen; die Ringe des Neptun konnte man sehen, und dann die Begegnung mit dem&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/18K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/18K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-492\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Neptunmond Triton: Gegen 6 Uhr morgens trafen die Bildsignale in Pasadena ein, und wenig sp\u00e4ter sah man Triton mit seinen Seen aus fl\u00fcssigem Stickstoff und&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/19K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/19K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-493\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Stickstoffeis, Vulkane und Geysire, die Strickstoffeis ausspien.<\/p>\n\n\n\n<p>4 Stunden braucht das Licht vom Neptun zur Erde, 12 Jahre hatte Voyager f\u00fcr den Flug zum Neptun gebraucht, obwohl er in jeder Sekunde 16 km zur\u00fcckgelegt hat. Und heute?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/20K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-494\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Voyager II ist auf dem Weg ins Nichts! Im Jahre 26 262 wird er die halbe Distanz zum sonnenn\u00e4chsten Fixstern, dem Toliman, \u03b1-Stern im Sternbild des Zentaurus, zur\u00fcckgelegt haben und dabei die gro\u00dfe Kometenwolke, die in 2 Lichtjahren Entfernung um die Sonne kreist, passieren. Anno domini 296 036 wird er nicht weit vom Sirius vorbeiziehen. Und l\u00e4ngst wird von uns nichts mehr existieren! 8 \u00bd Jahre braucht das Licht des Sirius zur Erde, fast 300 000 Jahre wird Voyager II f\u00fcr die Reise dorthin brauchen. Technisch gesehen wird er l\u00e4ngst aufgeh\u00f6rt haben zu funktionieren, im Jahre 2034 wird es endg\u00fcltig vorbei sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben aber Mathematiker zur Raumfahrt beigetragen?<\/p>\n\n\n\n<p>Aus einem Buch \u00fcber&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/21K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/21K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-495\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a0den Flug zum Mond: &#8230;\u00a0<em>Die Anfangsbewegung ist f\u00fcr den Mondfahrer die schlimmste, denn er wird so emporgeschleudert, als wenn er, wie durch die Kraft des Pulvers angetrieben, auf einer Kanonenkugel dahinfl\u00f6ge.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/22K.jpg\"><\/a>\u00a0<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/22K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-496\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Der Mondfahrer mu\u00df sorgf\u00e4ltig abgest\u00fctzt werden, damit sich die Gewalt des R\u00fccksto\u00dfes gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber alle K\u00f6rperteile verteilt. Sodann neue Schwierigkeiten: Die ungeheure K\u00e4lte auf der Reise. &#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/23K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-497\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em><br><br><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/23K.jpg\"><\/a>\u00a0Nach dem ersten Teil der Reise geht es leichter, der Mondfahrer entrinnt der Kraft der Erde und ger\u00e4t in die des Mondes, die nun die Oberhand gewinnt &#8230;. Und der Autor des Buches f\u00e4hrt fort: &#8230; Da n\u00e4mlich die Kr\u00e4fte der Erde und des Mondes den K\u00f6rper anziehen und in der Schwebe halten, ist die Wirkung genau die gleiche, als wenn keine Kraft den K\u00f6rper anziehen w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/24K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/24K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-498\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Autor hat den Mondflug physikalisch absolut korrekt beschrieben, auch die Wirkung der Schwerelosigkeit, alles mutet modern an, doch dieses Buch,&nbsp;<em>Somnium, seu astronomia lunaris<\/em>, das ist&nbsp;<em>Traum oder Astronomie des Mondes<\/em>&nbsp;wurde vor genau 400 Jahren, 1610, geschrieben. Der Autor: Ihrer Kaiserlichen Majest\u00e4t Rudolf II. von Habsburg Hofmathematikus&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/25K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/25K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-499\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Johannes Kepler<\/em>. Es ist der erste echte Zukunftsroman der Weltliteratur!<\/p>\n\n\n\n<p>Keplers Mondfahrer erlebt auf dem Weg ins All Dinge, die 340 Jahre sp\u00e4ter die Mondfahrer unserer Zeit am eigenen K\u00f6rper erfahren haben. Wie der Genius Kepler vor 400 Jahren zu so tiefen Erkenntnissen und Einblicken fand, ist nicht mehr nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>1610 schreibt Kepler an Galilei nach Padua:&nbsp;<em>&#8230;baut Schiffe&#8230;, die sich f\u00fcr die Himmelsluft eignen, und es wird genug Menschen geben, die vor der \u00f6den Weite des Raumes nicht zur\u00fcckschrecken. Inzwischen wollen wir f\u00fcr die tapferen Himmelsfahrer Karten der Himmelsk\u00f6rper anfertigen &#8212; ich die des Mondes, ihr Galilei, die des Jupiter&#8230;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seine Schrift \u00fcber den Flug zum Mond hatte Kepler nur Ungl\u00fcck gebracht. Er, damals in Prag lebend, kannte die Sage von der gro\u00dfen b\u00f6hmischen K\u00f6nigin und Seherin Libussa, und er kannte auch die nordische Sagenwelt der Edda. Und so hatte er in seinem Roman die Kunstfigur eines D\u00e4mons geschaffen, der in isl\u00e4ndischer Sprache, der Sprache der Edda,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/26K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/26K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-500\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;den Erdenbewohnern im Traum zuraunt, wie man mit Hilfe spinnenbeiniger Mondgeister von Island aus zum Mond reisen kann. Kepler mag an die Seherin V\u00f6lva der Edda gedacht haben, die in der V\u00f6lusp\u00e1, das ist der V\u00f6lva Prophezeiung, Vision\u00e4res schaut<\/p>\n\n\n\n<p><em>Von S\u00fcden die Sonne, des Monds Gesell,<br>r\u00fchrt mit der Rechten den Rand des Himmels &#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den Namen der Seherin finden wir in seinem Roman wieder, in doppelter Bedeutung, als Bezeichnung f\u00fcr die Erde. Den Mond, Mittelpunkt seines Romans, nennt Kepler mit seinem hebr\u00e4ischen Namen: Lbana, latinisiert Levania. Bei Kepler, dem frommen Protestanten und universalen Geist ist nichts zuf\u00e4llig: F\u00fcr Martin Luther war Hebr\u00e4isch die Sprache aller Sprachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dem isl\u00e4ndischen D\u00e4mon konnte man aber nur durch die Vermittlung der wissenden Zauberin Fjolxhilde gelangen, die Kepler seine Mutter nannte. Seine Mutter eine Zauberin nennen, das h\u00e4tte Kepler nicht tun d\u00fcrfen &#8211;und er hat sich sp\u00e4ter daf\u00fcr verw\u00fcnscht&#8211; denn das war eine weitere Fuhre Brennholz f\u00fcr den Scheiterhaufen, der schon auf Keplers Mutter wartete: Katharina Kepler war als Hexe angeklagt und sollte in G\u00fcglingen lebendig verbrannt werden, und sogar Kepler selbst geriet in gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnis. Da die Keplerin nicht gest\u00e4ndig war, wollte man sie foltern. aber es kam nicht mehr dazu, der Hexenprozess wurde eingestellt. Der Herzog von W\u00fcrttemberg, Johann Friedrich, gab Anweisung, die Keplermutter sofort freizulassen \u2013 sie hat es nicht lange \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kepler hat unsterbliche Leistungen vollbracht, seine drei von ihm gefundenen Gesetze \u00fcber die Bewegung der Planeten, ja aller Himmelsk\u00f6rper, sind Wegweiser, Marksteine auf dem geistigen Flug ins All.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch einmal kurz zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/28K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/28K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-502\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Prag um das Jahr 1600. In der Hauptstadt des Heiligen R\u00f6mischen Reiches wirkt der ber\u00fchmte Tycho Brahe, Hofastronom Kaiser Rudolf II.. Johannes Kepler, 29 Jahre alt, ist Assistent Brahes. In seiner d\u00e4nischen Zeit hatte Brahe Messungen der Bahn des Planeten Mars durchgef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/29K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/29K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-503\" srcset=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/29K-150x150.jpg 150w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/29K-300x297.jpg 300w, https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/29K.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Brahe \u00fcbergibt Kepler einen gro\u00dfen Teil des Zahlenmaterials \u00fcber die Positionen des Mars mit der Aufgabe, die G\u00fcltigkeit des Ptolem\u00e4ischen Weltbildes nachzuweisen: das ist, die Erde steht im Mittelpunkt, Sonne, Planeten und Sterne umkreisen sie. Ein Drittel der Bev\u00f6lkerung Deutschlands glaubt das noch heute.<\/p>\n\n\n\n<p>1601 stirbt&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/31K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/31K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-505\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Tycho Brahe. Kepler hat Brahes Zahlen \u00fcber die Marsbahn in m\u00fchevoller Arbeit in einem komplizierten Verfahren auf ein neues Koordinatensystem umgerechnet, jede einzelne Position f\u00fcr sich. Jetzt erst konnte die eigentliche Arbeit beginnen. Aber Kepler wu\u00dfte wahrscheinlich selbst nicht, wie er vorgehen sollte. Er hoffte auf und suchte Kopernikanische Kreise als Bahnkurven des&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/30K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/30K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-504\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Planeten Mars. Aber die gemessenen Zahlen gaben das nicht her, jahrelange m\u00fchevollste Arbeit folgte. Wieviel Verzweiflung ihn dabei \u00fcbermannt haben mag, kann man nur ahnen. Aber dann fand Kepler etwas, das mit den gemessenen Positionen des Mars am Himmel nicht mehr im Widerspruch stand.<\/p>\n\n\n\n<p>1609, vor 401 Jahren, ver\u00f6ffentlichte er in der&nbsp;<em>Astronomia Nova<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/32K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-506\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/32K.jpg\"><\/a>\u00a0Die Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne. Die Sonne befindet sich in einem der beiden Brennpunkte der Ellipse.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/33K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-507\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/32K.jpg\"><\/a>Der Fahrstrahl von der Sonne zum Planeten \u00fcberstreicht in gleichen Zeiten gleiche Fl\u00e4chen.&lt;\\li><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Und nach weiteren 10 Jahren uns\u00e4glicher Fronarbeit, das komplizierteste, das 3. Gesetz; an ihm wollte Kepler verzweifeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/34K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-508\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/34K.jpg\"><\/a>&nbsp;Es verkn\u00fcpft die gro\u00dfen Halbachsen der Bahnellipsen mit den Umlaufszeiten der Planeten um die Sonne.&lt;\\li&gt;<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Mit seinen drei Gesetzen hatte Kepler die Grundlagen f\u00fcr die moderne Astronomie gelegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/35K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/35-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-523\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Keplers Leistungen sind f\u00fcr Heutige kaum mehr nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand ist berufener als Albert Einstein, Sch\u00f6pfer eines neuen Weltbildes \u00fcber Raum und Zeit, Keplers Leistungen zu w\u00fcrdigen. Jahrelang hatte Einstein mit sich gerungen, um eine neue Sicht auf die Welt, auf Raum und Zeit und die mathematischen Grundlagen f\u00fcr ein neues Weltbild gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Albert Einstein r\u00fchmt Johannes Kepler &#8230;&nbsp;<em>Wieviel Erfindungskraft und unerm\u00fcdlich harte Arbeit n\u00f6tig waren, um diese Gesetze herauszufinden und mit gro\u00dfer Pr\u00e4zision sicherzustellen, das verm\u00f6gen wir heute kaum noch zu w\u00fcrdigen&#8230; Dabei hatte [Kepler] es mit einem Gegenstande zu tun, der den Bekenner der Wahrheit auch unmittelbar gef\u00e4hrdete.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raum und Zeit gehen im&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/36K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/36K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-509\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;3. Keplerschen Gesetz eine Verbindung ein. Aus dem 3. Gesetz hatte Newton das ber\u00fchmte Gravitationsgesetz abgeleitet. Freilich hatte schon Kepler eine Ahnung davon, da\u00df sich zwei Himmelsk\u00f6rper mit einer Kraft anziehen, die irgendwie umgekehrt proportional zu ihrem Abstand sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Mitte des 18. Jahrhunderts stand Keplers Nachla\u00df zum Verkauf. Den wollte in Deutschland niemand haben. Der gro\u00dfe Schweizer Mathematiker Leonhard Euler, in Petersburg lebend, erfuhr davon und hatte der Zarin Katharina II. empfohlen, Keplers Nachla\u00df zu kaufen. Da gerade kein Geld in der Staatskasse war, soll die Zarin eines ihrer Schmuckst\u00fccke daf\u00fcr hingegeben haben. Seit dieser Zeit ruht Keplers Nachla\u00df in St. Petersburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1930 wurden von Mitgliedern und Mitarbeitern der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ablichtungen vom Nachla\u00df Keplers angefertigt (damals in Leningrad). In M\u00fcnchen, in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, befindet sich fast der gesamte Nachla\u00df auf Fototafeln. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, ihre Kepler-Kommission, hat in 75j\u00e4hriger Arbeit die Werke Keplers herausgegeben. Keplers Werke liegen heute in 25 B\u00e4nden vollst\u00e4ndig vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/37K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/37K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-510\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Unter den Tausenden die Erde umkreisenden Satelliten befinden sich 24 sogenannte Me\u00df-Satelliten. Sie umkreisen die Erde in etwa 20 200 km H\u00f6he, brauchen 12 Stunden f\u00fcr einen Umlauf und sind auf 6 verschiedene Bahnellipsen verteilt. Jeweils 4 von ihnen umlaufen die Erde auf derselben Ellipse. Vor etwa 20 Jahren haben diese Me\u00df-Satelliten von NAVSTAR,9 die GPS-Satelliten des&nbsp;<em>Global Positioning System<\/em>&nbsp;der USA, ihre Arbeit aufgenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/38K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/38K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-511\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Es sind Mess-Baken im All. Jeder Satellit hat 4 Atomuhren an Bord. Sie senden Zeitsignale aus und dazu sind die hochfrequenten Tr\u00e4gerwellen10 noch mit den Werten der Bahnelemente bzw. Bahnkoordinaten der Satelliten moduliert. Aus den Signalen von 4 solcher Satelliten kann ein Empf\u00e4nger auf der Erde seine eigene Position auf wenige Meter genau bestimmen, und die Genauigkeit l\u00e4\u00dft sich noch steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa will vom amerikanischen Satelliten-Me\u00dfsystem unabh\u00e4ngig sein und ein eigenes System aufbauen. Seltsam war nur die Namensgebung f\u00fcr dieses System: GALILEO. Sachlich und historisch durch nichts zu rechtfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war Kepler, der neben vielem anderen \u00fcber Positionsbestimmung, \u00fcber Erdmessung und navigatorische Probleme gearbeitet hat. Galilei hatte sich f\u00fcr solche Dinge nie interessiert. Geehrt wird Kepler dagegen von den Amerikanern. Die amerikanische Raumfahrtagentur NASA hatte schon vor einiger Zeit den Bau einer Sonde beschlossen, die Ausschau halten soll nach Planeten fremder Sonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz vergangenen Jahres wurde die Sonde KEPLER, ein Weltraumteleskop, auf den Weg gebracht. Ihre Aufgabe? Kann es irgendwo Planeten geben, die vielleicht Leben hervorbringen k\u00f6nnen? Ein popul\u00e4res Unternehmen. Dank der unz\u00e4hligen Spielfilme \u00fcber fremde bewohnte Planeten und Galaxien, die fast w\u00f6chentlich im Fernsehen ausgestrahlt werden, h\u00e4lt das heute jeder f\u00fcr eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, und mit den Bewohnern in Kontakt zu treten, sei nur noch eine Frage der Zeit, glaubt man.<\/p>\n\n\n\n<p>Space Travel<\/p>\n\n\n\n<p>Modern mathematics and computer science can find important applications in space sciences. According to Ambros Speiser, the great engineer from ETH Z\u00fcrich, it is called the&nbsp;<em>kings discipline of the engineers<\/em>. Within this field one may find problems such as the calculation of optimal flight paths to the planets and the transmission of images from space probes to Earth.<\/p>\n\n\n\n<p>Life of the Sun<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/39K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/39K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-512\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Stars are born just like us. In the Orion nebula we can look into one of the cradles of creation; there we can see new stars, new suns which are just being created. Stars, however, are also mortal \u2013 just like us.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/40K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/40K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-513\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;Large stars explode at the end of their lifetimes with an unimaginable power into a glowing ball of light. The shock waves emanating from the&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/41K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/41K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-514\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;center of explosion rush then for millennia through the universe, compressing there any previously existing matter and giving birth to new stars. Our solar system was created, with high probability, as a consequence of the explosion of a giant star which would have happened an endless amount of time ago.<\/p>\n\n\n\n<p>In the constellation of Orion, we can see a&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/42K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/42K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-515\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;dying star, a dying sun, the Betelgeuze (alpha orionis)<\/p>\n\n\n\n<p>No star is for us so important as the sun.<\/p>\n\n\n\n<p>Deep in the sun\u2019s interior, hydrogen is&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><a href=\"http:\/\/www.bulirsch.eu\/index.php?main_uri=vortraege\/Vortrag_Bw-Hochschule.images\/43K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bulirsch.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/43K-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-516\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;converted by fusion into helium, and energy is thereby given off in the form of intense X-ray radiation. On the million-year long way to the sun\u2019s surface it will be converted into light and heat. In every second, 4 million tons of mass are transformed into radiation, and in every second the sun becomes 4 million tons lighter. But the sun is so huge that even after billions of years the loss is only very small. The gas pressure pushing outward and the gravitational force pulling inward keep the sun in a stable equilibrium.<\/p>\n\n\n\n<p>The sun: a ball made out of ionized hydrogen and helium floating freely in space; a self-regulating, gigantic nuclear reactor held together by its own gravity.<\/p>\n\n\n\n<p>The life of a star can be described by a system of partial differential equations, whose calculated solutions for pressure, temperature, brightness, mass, chemical frequencies, etc. as given functions of state and time, describe the life of the sun. We solve the respective differential equations for the sun, a highly nonlinear system of partial differential equations of parabolic type. The life of the sun: a story beginning with the ignition of nuclear fusion about four and a half billion years ago until its end in about seven and a half billion years from now, all to be seen in a computer. The Earth will be able to support life for another one and a half billion years, an endlessly long time, then it will get so hot that the oceans evaporate. The sun will then shine for yet another 6 billion years, and before its end it will stretch out into a red shining giant star, which when viewed from Earth will take up almost half the sky and be so large that it extends past Mercury\u2019s orbit. The sun will then in quick succession eject gas clouds, pull itself together, stretch out again, eject new gas clouds. &#8230;&#8230; A planetary gas nebula is formed which will soon disappear into space, and a tiny but very heavy and slowly dying dwarf star is left behind. A cubic centimeter of mass from it would weigh about 12 tons.<\/p>\n\n\n\n<p>Here we have the life of the sun on film. The film compresses the 12 billion years of life of the sun into a few minutes. On the same scale, the life of a hundred-year old person takes exactly 1 millionth of a second.<\/p>\n\n\n\n<p>In order to get a better feeling for this large expanse of time, let us characterize a billion years as one kilometer, then the life of the sun will be 12 kilometers long. At the beginning of this 12-kilometer stretch corresponds the birth of the sun. If we start walking, after four and a half kilometers we will have reached the point in time of our own existence. In our last step, we would have passed over the one-half centimeter distance corresponding to all recorded history of the human race. The origin of the human species would lie only 4 meters away, and the lifespan of a 100-year old person would not be much thicker than that of a sheet of paper. Continuing our walk, we would have to be very optimistic if the human race will continue to exist for another meter, that is a million years. Life on Earth, in general, should continue for at least another kilometer after which the sun will continue to radiate energy for the last 6 km. Then at the milestone 12,3 km, our walk will end.<\/p>\n\n\n\n<p>If the sun were only a little bit larger, the solutions of the mathematical equations show us that it would burn so fast that no life could develop on its planets. With only a 20% larger diameter, not even that much, after 1 billion years everything would be over for the sun. What if the sun had ten times as much mass? Already after a couple of million years \u2013 million, not billion \u2013 all the sun\u2019s fuel would be exhausted. If the sun were smaller, it would be better, but then it would not be hot enough and the planets would have to circle closer around it. They would be subjected to intensive X-ray radiation und powerful tides would rampage, all naturally extremely dangerous for life; life could never have developed.<br>Who could have built the sun better?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;\u2026\u2026 baut Schiffe, die sich f\u00fcr die Himmelsluft eignen\u2026\u2026&#8220;Johannes Kepler und der Weg ins AllUniversit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchenSeptember 2010 Die Astronomie ist eine der \u00e4ltesten Wissenschaften. Das hat gute Gr\u00fcnde.Der Himmel und seine Sterne waren den Menschen nie gleichg\u00fcltig gewesen. 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