Vorfahren

Bulirsch entstammt dem „Clan“ der in tschechischen Sprachgebieten berühmten Schriftstellerin Karolína Světlá (1830-1899) [1] [[2] [3]. In ihren Romanen, Novellen und Erzählungen beschreibt sie das Leben der bäuerlichen Bevölkerung Nordböhmens.

Eliška Krásnohorská hat nach Karolína Světlás Erzählung „Der Kuß“ das Libretto für die gleichnamige Oper von Smetana geschaffen. Im Neujahrsbrief an Karolína Světlá schreibt Eliška Krásnohorská:

Pilsen, 31. Dezember 1867
Milostpaní (Gnädige Frau)
……… Sie, Světlá, sind der Jupiter und ich, Krásnohorská, nur einer seiner Trabanten ………

Karolína Světlá stirbt am 7. September 1899 in Prag. Ihr Tod wird tief betrauert und das Begräbnis für die tschechische Bevölkerung zu einem nationalen Ereignis. Tausende säumten die Straßen Prags, durch die am 9. September eine endlose Trauergemeinde und die Lafette mit dem aufgebahrten Sarg zum Olšaner Friedhof zieht. Gemäß ihrem Willen wird Karolína Světlá an der Seite ihres 1892 verstorbenen Mannes Petr Mužák beigesetzt. Ein Grab auf dem Ehrenfriedhof am Vyšehrad, dem Nationaldenkmal über der Moldau, hatte Karolína Světlá abgelehnt. 1910 wurde ihr auf dem Karlsplatz in Prag ein Denkmal gesetzt.

Der dramatische tschechische Spielfilm „Eine Geschichte von Liebe und Ehre“ schildert die Liebe des tschechischen Dichters Jan Neruda zu Karolína Světlá.

Von den anderen im tschechischen Sprachgebiet bekannten Mitgliedern der Sippe sei noch die Schriftstellerin Anežká Čermáková-Sluková (1864-1947), eine Großtante von Bulirsch, Nichte und Sekretärin der Karolína Světlá, erwähnt.

In den „Fußstapfen“ der Karolína Světlá wandelnd, gibt Anežká Čermáková-Sluková in der Sammlung von Erzählungen „Malé nebíčko“ I,II, (Kleines Himmelreich), Einblicke in das Leben der Bewohner in den ehemaligen tschechischen Sprachinseln Nordböhmens unter dem Berg Jeschken (Ještěd) „REISEN SCHON AN!“. Sie hat auch den Nachruf „Život je boj“ (Leben ist Kampf) auf Miroslav Bulíř geschrieben, den 1936 verstorbenen Vater von R.Z.Bulirsch.